Über uns

Der Österreichische Turnerbund (ÖTB)

•  im Pollheimer Schlössl in Wels 1952 feierlich gegründet
•  Dachverband politisch sowie religiös unabhängiger Turnvereine in Österreich
•  österreichweit 196 Vereinen / ca. 58.000 Mitglieder
•  TURNEN für ALLE nach Friedrich Ludwig Jahn (1778 – 1852)

     - vielseitig und auch leistungsorientiert mit Focus auf Breitensport - Generationen übergreifend
     - unabhängig von Stand und parteipolitischer Gesinnung
     - auch Gemeinschaft, Natur, Brauchtumspfl ege und Heimatverbundenheit
     - Kinder- und Jugendarbeit gilt auch als wichtige Körper-Ausbildung für viele Spitzensportler
     - Ehrenamt und Verantwortung für die Gemeinschaft ist unser Grundverständnis

Von Jahn zum ÖTB Beginn der Turnbewegung

Friedrich Ludwig Jahn (Lehrer) entwarf Turngeräte und legte am 19. Juni 1811 durch die Eröffnung des ersten öffentlichen Turnplatzes auf der Hasenheide bei Berlin – den Grundstein des TURNENS!

- Die Turnbewegung entstand in der Zeit, als Napoleon ganz Europa beherrschte und Menschen     
  befähigen sollte, in kommenden Befreiungskriegen den Sieg davonzutragen.
- 1819 Karlsbader Beschl. – nach Freiheit strebenden Strömungen Turnbewegung/Burschenschaft
  werden untersagt
- Das deutsche Volk lehnt sich 1848 gegen die unterdrückende Herrschaft (Napoleon) auf - an der
  Spitze dieser Revolution stehen Turner und Studenten, die demokratische Freiheitsrechte für ihr
  Volk fordern.
- Turnvater Jahn auch Abgeord. der 1. Deutschen Nationalversammlung des Frankfurter  
   Paulkirchenparlaments
- Unsere Wurzeln liegen in der Freiheitsbewegung des vorangegangenen Jahrhunderts.
- Gesellschaftspolitisch revolutionäre Gedanken, Friedrich Ludwig Jahn zu Beginn des 19.   
   Jahrhunderts unter Zuhilfenahme des Turnens wurden in die Wirklichkeit umgesetzte Turnen
   wuchs zu einer Bewegung heran.
- Viele der ältesten Turnvereine unseres Landes oder deren Vorgänger waren bereits Mitglieder
  der1868 gegründeten Deutschen Turnerschaft und des Deutschen Turnerbundes 1919
  und traten dem Österreichischen Turnerbund ab 1952 bei.

ÖTB – unser Verband

Das Betätigungsfeld des ÖTB wird in den Satzungen (Verbandszweck) und den Aussagen in den Leitsätzen abgesteckt. Damit soll der Gesellschaft einen guten und nützlichen Dienst erwiesen werden. Diese Überzeugung liegt darin, dass die angestrebten Ziele zu niemandes Schaden ausgerichtet sind und sich nicht in einer Gegnerschaft ausdrücken, sondern in einer positiven „Gemeinschaftlichen turnerischen Bewegung“.

Der Nutzen des ÖTB, besteht aus immateriellen Gütern für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
bis ins hohe Lebensalter (Turnen ein Leben lang). Das Angebot richtet sich an das männliche wie weibliche Geschlecht, an Personen jedes gesellschaftlichen Standes.

Turnen ist der Kernpunkt der Verbandstätigkeit. Der ÖTB verbindet mit dem Begriff mehr als „nur“
Gerätturnen. Turnen umfasst alle Sparten der Leibesübungen angepasst an den Menschen als eine
Einheit von Körper, Geist und Seele.

„Im Mittelpunkt des Turnens steht der Mensch mit seiner persönlich BESTEN LEISTUNG“.
Im TURNEN des ÖTB zählt neben reiner LEISTUNGS-ERBRINGUNG und gewonnen SIEGESZEICHEN
auch der Mensch, die Gemeinschaft, Kultur, Natur und das gelebte Brauchtum.

Turnen ist mehr

Turnen erfasst den ganzen Menschen. Deshalb sind Volkstanz und Volkslied ebenso Bestandteile des Begriffs Turnen, wie Gerätturnen, Leichtathletik, Schwimmen, die Spiele und das Wandern.

Turnen ist einer Zeit des unseligen Spezialistentums eine Aufforderung an den Menschen, wiederum
ganzheitlich und umfassend handeln, denken und leben zu lernen. Wenn wir das Turnen im ÖTB so sehen, ergibt sich beinahe zwangsläufi g, dass wir der Gemeinschaft, in der wir leben, und ihren Ausprägungen in Kultur und Sprache großen Wert beimessen.

Wir blicken auf das organisch gewachsene Ganze unseres Volkes und nicht nur auf Klassen und Interessengruppen. Der Österreichische Turnerbund hat die Idee einer gemeinschaftsorientierten und volksbewussten Lebensgemeinschaft, die Bindung verlangt, anzubieten. Turnen umfasst die ganze Persönlichkeit des Einzelnen und bietet den Freiheitsraum zur Selbstverwirklichung.

Gesamtkonzept des ÖTB

Die Erziehung zum körperlichen und geistig gesunden und gut gebildeten Menschen, der, fähig zu einem erfolgs- und erlebnisreichen Lebensweg, auch ein wertvolles Mitglied der vorhandenen menschlichen Gemeinschaft ist. Die Turnidee unterliegt keinem Zwang, sondern bieten reichlich Platz für neue Ideen auf bewährter Grundlage. Diese Idee ist eine Herausforderung an die Jugend, sie zu verwirklichen, weil sie, überprüfbar und zukunftsgerichtet ist.

Die Naturverbundenheit, der Antrieb zu gesundem, natürlichem Leben, kennzeichnet das Turnen. Turner ist man nicht bis zur Überschreitung der Leistungsspitze. Turner ist man in jedem Alter, an jeder Stelle in der Gemeinschaft: ein Leben lang. Turnen ist eben mehr. Leistung kann altersgemäß in jedem Alter erbracht und immer zu einem Gewinn an Lebensqualität werden.

Turnen strebt eben die persönlich beste Leistung an. Die Kameradschaft im Turnverein bildet eine soziale Komponente und lebt vor, was im Großen oft im Argen liegt: den Ausgleich der Interessen zum Vorteil der Gemeinschaft. Die Idee des Turnens gedeiht nur in der Gemeinschaft mündiger, selbstbewusster und kritischer Menschen, die demokratische und selbst gewählte Gesetze und Grundsätze anerkennen und außer Streit stellen.

Turnen im Sinne einer allseitigen Ausbildung in allen Zweigen. Die Weiterentwickelung der Ideen Jahns, der nicht allein Gerätturnen, sondern ebenso die Leichtathletik, das Schwimmen, die Ballspiele, das Wandern und sogar das Tanzen im Begriff Turnen miteingeschlossen hat. Dieses Turnen steht auf der Basis großer Breite und Vielfalt, die allein die Garantie für die Leistungsspitze ist. Zwischen beiden muss notwendigerweise das Gleichgewicht hergestellt sein.

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